Sitzung am 25.09.2007

Teilnehmer: Matthias Doe, Gudrun Dormann, Rainer Dormann, Rainer Duffe, Mario Eilers, Wilfried Gieske, Annette Hemker, Uwe Steinhake, Anja Stahl, Udo Thörner

Wiedervernässung

Auf das Schreiben an den Umweltminister liegt noch keine Antwort vor. Folgendes Vorgehen:

  1. Der Landvolkverband Vörden plant ebenfalls eine Veranstaltung mit dem niedersächsischen Umweltminister, wo es um den drohenden Flächenverbrauch zu Lasten der Landwirtschaft gehen soll (Niedersachsenpark, Abtorfung). Rainer Duffe wurde vom Landvolk gebeten, bei den Vorbereitungen mitzuwirken.
  2. Rainer Dormann wird sich im Umweltministerium nach dem Eingang unseres Schreibens erkundigen.
  3. Udo Thörner wird ein Schreiben an alle Landtagsfraktionen verfassen (gleicher Inhalt wie das Schreiben an den Minister, Tenor: Wiedervernässungs-Flächen werden vor dem Hintergrund nachwachsende Rohstoffe von der Landwirtschaft benötigt)
  4. Die FDP, Ortsverein Vörden, möchte das Anliegen des IKC unterstützen und ein Schreiben an den Umweltminister schicken, das der IKC vorformulieren soll.

Siedlungsstrukturkonzept (SSK)

wurde am 18.09.2007 einstimmig vom Gemeinderat auf den Weg gebracht. Die Planung dürfte sich etwa 1 Jahr hinziehen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung sollte im Rahmen einer Bürgerversammlung in Campemoor erfolgen. Sollte es gelingen, die Wiedervernässung zu Fall zu bringen, würde die Gemeinde auch das SSK wieder aufheben.

Abstände

  1. Bei etwa einem Viertel der Campemoorer Eigentümer ist davon auszugehen, daß sie ihre Flächen komplett herausgenommen haben möchten. Sie haben die Möglichkeit, ihre Wünsche im Rahmen der Bürgerbeteiligung vorzutragen. Letztlich entscheidet der Gemeinderat über alle Wünsche und Änderungsvorschläge.
  2. Andererseits besteht die Gefahr einer „Zerfransung“ der Landschaft, wenn sich kein einheitliches, schlüssiges Konzept mehr erkennen läßt, weil jedes Grundstück anders behandelt wird. Die Gemeinde wird also darauf achten, daß die Siedlungsstruktur in allen Bereichen erhalten bleibt. Somit ist davon auszugehen, dass nicht alle Einwendungen berücksichtigt werden können.
  3. Der IKC wird sich um einen Gesprächstermin mit dem Ingenieurbüro bemühen, um im Vorfeld der Planungen einen Gedankenaustausch zu führen.

Zukunftskonzept Campemoor

In der Nachbarschaft von Campemoor liegen bedeutende Tourismus-Ziele (Ausgrabungen Kalkriese, Alfsee, Dümmer, geplanter Ferienpark am Golfplatz in Niewedde). Es kommen schon heute viele Besucher nach Campemoor (geführte Gruppen und Radfahrer). Neben allen Themen, die sich um die Abtorfung und Wiedervernässung drehen, sollte sich der IKC (in enger Abstimmung mit dem Nachfolgeverein des Gesangvereins, der ähnliche überlegungen anstellt), auch mit folgenden Themen befassen, die Campemoor lebenswert und besuchenswert machen (Tagestourismus). Ziel muß es sein, durch ein Zukunftskonzept für Campemoor, das auch die Probleme rund um den Torfabbau und die Wiedervernässung berücksichtigt, eine Steigerung des Wohn- und Freizeitwerts von Campemoor zu erreichten („Campemoor lebt!“). Mögliche Teilprojekte und Ausflugsziele könnten sein:

In erster Linie wird dies Aufgabe des Nachfolgevereins des Gesangvereins (Name noch nicht bekannt) sein; der IKC Campemoor wünscht eine enge Abstimmung mit dem Verein. Wenn der „Umbau“ des Vereins eingeleitet ist, wird eine gemeinsame Sitzung von Vereinsvorstand und Vertretern des IKC angestrebt.

Vennermoor

Am 17.09.07 hat eine Informationsveranstaltung für die Einwohner und Pächter von Vennermoor stattgefunden, auf der das Siedlungsstrukturkonzept Campemoor vorgestellt wurde. Ergebnis war, daß ein solches Konzept für Vennermoor nicht benötigt wird, weil die Entwicklung hier schon viel weiter fortgeschritten ist. Der Bereich links und rechts der Vördener Straße zwischen der Hochmoorsiedlung Vennermoor und der Siedlung Vennermoor rund um Beinker ist bereits abgetorft und der Landwirtschaft zurückgegeben bzw. weitgehend zur Abtorfung genehmigt. Die Flächen in der Hochmoorsiedlung zwischen und hinter den Höfen Henke, Selle und Starke benötigen keine überplanung, weil keine Beeinträchtigung durch Abtorfung droht. Die Flächen des Hofes nördlich der Vördener Straße (Post) sollen nicht überplant werden.
Es wird jedoch die Gefahr gesehen, daß in einigen Jahren Restflächen, die noch landwirtschaftlich bewirtschaftet werden, zwangsweise unter Naturschutz oder auf Extensivierung gestellt werden könnten, nachdem alle anderen Flächen bereits in der Abtorfung (und Renaturierung) sind.
Eine enge gegenseitige Information zwischen Campemoor und Vennermoor wird angestrebt.

Musterkaufvertrag

Das Thema wurde auf die nächste Sitzung verschoben.

Nächster Termin: Dienstag, 13.11.2007, 20 Uhr, Vereinhaus

Protokoll: Udo Thörner, 26.09.2007