Sitzung am 01.04.2008

Teilnehmer: Rainer Dormann, Matthias Doe, Gudrun Dormann, Rainer Duffe, Rolf Duffe, Wilfried Gieske, Annette Hemker, Uwe Hensing, Hartmut Selle, Anja Stahl, Uwe Steinhake, Dieter Stockhowe, Udo Thörner

Siedlungsstrukturkonzept (SSK)

  1. Der Bodenabbauleitplan (BALP) wird in der Form, wie er im Feb. 2007 vom Gemeinderat beschlossen wurde, mitgetragen.
  2. Die geänderte Planung zum Siedlungsstrukturkonzept (verkleinerte Abstandsflächen) soll weiterverfolgt werden (Abstimmungsverhältnis 11:2). Die Mehrheit im Initiativkreis Campemoor hätte zwar lieber am ursprünglichen Entwurf festgehalten, akzeptiert aber, daß aus raumordnerischer Sicht (Landkreis Vechta) und aus Gründen der freien Verfügbarkeit der Flächen (Wunsch mehrerer Anlieger) ein Kompromiß gefunden werden mußte. Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden wird gebeten, die weiteren Planungen auf Basis des Entwurfs vom 17.03.2008 voranzutreiben.
  3. Der Initiativkreis Campemoor (IKC) verbindet mit der Verabschiedung des SSK die Erwartung, daß Campemoor dadurch eine dauerhafte Anerkennung als Siedlung erfährt und planungsrechtlich langfristigen Bestandsschutz erhält. Diese Forderung leitet der IKC von der Tatsache ab, daß die Höfe hier zwischen 1922 und 1954 auf Betreiben der öffentlichen Hand (preußische Provizialregierung in Hannover) angesiedelt worden sind und daß sich die öffentliche Hand (das Land Niedersachsen als Rechtsnachfolger der Provinzialregierung) durch die Ausweisung von Campemoor als Vorranggebiet Rohstoffgewinnung (Torfabbau) selber widerspricht. Mit den Zielen für die seinerzeitige Schaffung der Moorsiedlung (Schaffung von landwirtschaftlichen Anbauflächen) ist das Vorranggebiet Rohstoffgewinnung nicht in Einklang zu bringen.
  4. Resultierend aus einer dauerhaften Anerkennung als Siedlung leitet der Initiativkreis Campemoor außerdem die Erwartung ab, daß der Siedlung Campemoor nachhaltige Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden (Erhalt der Infrastruktur, Erschließung neuer Erwerbsmöglichkeiten, z. B. Tourismus).

Flächenkonzept (Wiedervernässung):

  1. Vor dem Hintergrund, daß nach der derzeitigen Rechtslage Torfabbaugenehmigungen nur erteilt werden, wenn als Folgenutzung Wiedervernässung vorgesehen wird, bittet der Initiativkreis Campemoor die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden um Erstellung eines Flächenkonzeptes und bietet hierzu seine Mitarbeit an. Die Ablehnung der Wiedervernässung ist sowohl im Initiativkreis Campemoor als auch in der gesamten Einwohnerschaft unstrittig!
    Ziel eines Flächenkonzeptes muß es sein, ein für alle Seiten tragbares Verhältnis zu schaffen zwischen
    • landwirtschaftlichen Flächen
    • Torfabbauflächen mit Folgenutzung Landwirtschaft
    • Torfabbauflächen mit Folgenutzung Renaturierung
    • Ausgleichsflächen
    Die Anregung leitet sich ab aus einem Gespräch, das Vertreter des Initiativkreises Campemoor und der Gemeinde im Oktober 2007 im Nieders. Umweltministerium geführt haben.
  2. Vor diesem Hintergrund bemüht sich der Initiativkreis Campemoor um ein Gespräch im Bundesumweltministerium (Bundesnaturschutzgesetz).

Dialog mit der Torfindustrie

Der Initiativkreis Campemoor wird Vertreter der örtlichen Torfindustrie für Mo. 26.05.2008, 20 Uhr, zu einem Gespräch (Gedankenaustausch) in das Vereinshaus Campemoor einladen.

Protokoll: Udo Thörner (03.04.2008)